paradies, endlich - paradise, finally / by Georg Mayer

erster eintrag von der papa karenz in übersee.

mit dem flugzeug über den corcovado nationalpark auf dem weg nach golfito

mit dem flugzeug über den corcovado nationalpark auf dem weg nach golfito

anstrengend, nervenaufreibend, weit enfernt von abenteuer und trotzdem nicht halb so wild wie vorher gedacht. kaum geschlafen, ständig unterwegs, bordkost und kaum platz zum austrecken. aber... keinen flug verpasst, kein hotel hat vergessen, dass wir reserviert hatten, jedes einzelne gepäckstück hat uns bis ans ende der welt begleitet.

und an unserer seite ein moritz, dem das alles nichts auszumachen scheint. der das hinnimmt, als ob er nichts anderes gewohnt wäre. ohne schreien, ohne grant, spielt er auf dem flugzeugboden mit seinem tatü-auto, schliesst im flughafenkindergarten freundschaft mit kindern, und flirtet alles an, was auch nur in seine nähe kommt. nur einmal, im hotelzimmer in alajuela, nach dem langen transatlantikflug, schaut er auf und sagt: "hause?" und "himbim - eis?" - "fahren wir dann nachhause?" "und essen wir ein himbeer eis?"

neugier

neugier

36 stunden unterwegs. auto-flugzeug-bus-u-bahn-flugzeug-taxi-schlafen-taxi-bus-flugzeug-taxi. kultur- und naturgrenzen, zeitzonen und klimazonen durchquert, und das alles losgelöst, abgehoben und praktisch immer im sitzen. die frage nach dem warum stellt sich erst gar nicht, genauso wenig wie moritz uns einen vorwurf daraus macht. mit dem zufrieden ist, was er vielleicht auch nicht verstehen mag.

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aus jeder situation zieht er für sich einen nutzen. alles ist abenteuer. es gibt nichts, was man nicht auch zum spielen verwenden kann.  überall gibt es was zu sehen, zu spüren, oder davon runterzuspringen. so wird aus unserer idee sein abenteuer, aus unserem traum sein paradies. und aus unserem neuen zuhause der größte spielplatz seines lebens. 

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jetzt sind wir hier angekommen

in unserem paradies

am ende der strasse, am anfang des weges

für uns das abschalten, das verabschieden, der vielbelächelte traum, der kontrapunkt zum wäh, das sich vor so langer zeit als unser alltag verkleidet hat. menschen, die nicht über ihren job reden, es sei denn sie erzählen dir, sie haben vor 2 wochen gekündigt, um weit weit weg zu fahren, loszulassen, um das wiederzuerlernen, was doch jedes kind kann. die wirklich wichtigen dinge sehen. und sie wieder zu schätzen. als das was sie sind. unfassbar schön, und unfassbar viel wichtiger als alles um das man sich etwas kaufen könnte. strand, pazifik, sonne, ein bach durch den regenwald, palmen und bäume, die sich weit über den schwarzen strand beugen, sand  und steine, wasserfälle, hordenweise einsiedlerkrebse, tiefblaue schmetterlinge, so groß wie ein kinderteller, hallo-sagen in 5 sprachen, sand und salz  in allen poren.

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moritz ist angekommen. 

in unserem paradies, 

wo die strasse aufhört, 

am ende der welt

 

das paradies am ende der strasse

das paradies am ende der strasse